Fastentee in der Fastenzeit – Tipps zu Sorten und Zubereitung

Tee spielt beim Fasten eine große Rolle. Er trägt zur mineralstoff- und vitaminhaltigen sowie kalorienarmen Flüssigkeitszufuhr bei, die bei sämtlichen Fastenkuren unverzichtbar ist. Gleichzeitig bringen verschiedene Teesorten geschmackliche Abwechslung in die Fastenzeit. Erfahren Sie hier, welche Sorten sich eignen und was bei der Teezubereitung wichtig ist.

Welche Wirkung haben verschiedene Teesorten?

Je nach Sorte kann die Wirkung von Tees sehr unterschiedlich sein. So gibt es belebende, beruhigende, entschlackende, appetithemmende oder entwässernde Varianten. In der folgenden Übersicht finden Sie empfehlenswerte Sorten und Informatives zur Wirkungsweise:

  • Kamillen-Tee: Die Echte Kamille ist als Heilpflanze bekannt, die vorwiegend bei Entzündungen und Beschwerden im Magen-Darm-Trakt Verwendung findet. Beim Fasten wird die leber- und nierenreinigende Wirkung der Kamille geschätzt. Sie unterstützt den Körper auch beim Abbau von Giftstoffen und stimuliert zudem das Immunsystem. Wer beim Fasten eine gewisse Unruhe wahrnimmt, beruhigt die Nerven am besten mit einer Tasse Kamillentee.
  • Pfefferminz-Tee: Auch die Pfefferminze ist ein gutes Nervenkraut und entspannt zudem den gesamten Verdauungsapparat. Sie mildert Blähungen und regt den Gallenfluss an. Beim Fasten wirkt die Pfefferminze als wertvolle Unterstützung der Leber, denn dieses zentrale Entgiftungsorgan wird während einer Fastenkur sehr gefordert.
  • Schafgarben-Tee: Die leberunterstützende und blutreinigende Wirkung der Schafgarbe macht sie zu einem optimalen Fastenkraut. Einerseits trinkt man den daraus zubereiteten Tee und andererseits wird der Leberwickel nach Kneipp traditionellerweise mit Schafgarbensud gemacht. Schafgarbe wirkt sich außerdem positiv auf den Basenhaushalt aus und aktiviert den Stoffwechsel. Daraus resultiert eine gründliche Organreinigung. Zudem wird die Nierenfunktion optimiert.
  • Löwenzahn- und Ringelblumen-Tee: Löwenzahn und Ringelblume wirken harntreibend, krampflösend, blutreinigend und generell anregend auf den Stoffwechsel. Die enthaltenen Bitterstoffe des Löwenzahns regen die Leberfunktion an und die Ringelblume ist zudem entzündungshemmend.
  • Brennnessel-Tee: Entschlackt, entwässert, wirkt blutreinigend und entzündungshemmend. Brennnesseltee sollte wegen seiner anregenden und stark harntreibenden Wirkung nicht vor dem Schafengehen getrunken werden.
  • Birkenblätter-Tee: Ideal für eine Frühjahrskur – weckt die Lebensgeister im wintermüden Körper. Die Birkenblätter besitzen eine harntreibende Wirkung und reinigen die Nieren. Sie werden als traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Durchspülungstherapie bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege sowie bei Nierengrieß eingesetzt.

Leitfaden zur Darmsanierung

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  • Ackerstiefmütterchen-Tee: Wirkt harntreibend, blutreinigend und hautverbessernd. Er hat auch eine positive Wirkung bei der Behandlung von Rheumatismus. Außerdem hat der Tee fiebersenkende, harntreibende, krampflösende, wundheilende und schweißtreibende Wirkung.
  • Mariendistel-Tee (aus den getrockneten Früchten): Enthält Wirkstoffe mit leberschützenden und -regenerierenden Eigenschaften. Ist auch galletreibend, harntreibend und keimtötend. Auch Völlegefühl, Blähungen, Sodbrennen oder andere Verdauungsbeschwerden bessern sich dadurch – optimal in Kombination mit Fenchelsamen.
  • Ingwer-Tee: Ein paar Stücke Ingwerwurzel und heißes Wasser gemischt, fertig ist der selbst gemachte Ingwertee mit desinfizierender Wirkung. Kurbelt Fettverbrennung, Stoffwechsel und Verdauung an. Wer beim Fasten leicht fröstelt, kann mit dem wärmenden Ingwertee gegensteuern.
  • Lapacho-Tee: Unterstützt die Entgiftungsfunktion der Leber, regt das Lymphsystem an und fördert das Ausschwemmen von Schadstoffen. Die antibakteriellen Inhaltsstoffe des Tees können helfen, Entzündungen im Körper zu bekämpfen. Lapacho-Tee gilt außerdem als gute Unterstützung für das Immunsystem.
  • Mate-Tee: Kombiniert mit Kardamom ein Booster für den Stoffwechsel. Mate-Tee erfrischt, stärkt den Magen und hemmt den Appetit. Seine sehr anregende Wirkung beruht vor allem auf seinem Gehalt an Koffein (Teein), welches bei einigen Fastenkuren eher gemieden wird.
  • Rooibos-Tee: Entspannt, ist reich an Vitaminen, basisch und gleicht Säuren aus. Ein gutes Basisgetränk während der Fastenzeit, auch abends. Rooibos Tee fördert die Abwehrkräfte, entgiftet und beruhigt den Verdauungsapparat.
  • Gemüse-Tee: Seit einigen Jahren liegen Gemüsetees im Trend. Sie sind eine geschmackliche Abwechslung, da sie leicht salzig und quasi wie Suppe schmecken. Mit entschlackenden Gemüsesorten und Detox-Gewürzen passen sie ausgezeichnet in eine Fastenkur.
  • Grüner Tee: Entwässert, belebt, stärkt das Immunsystem und regt den Stoffwechsel an. Wie der Mate-Tee enthält auch der Grüntee Koffein und ist somit beim Fasten nur bedingt zu empfehlen. Ansonsten kann man den regelmäßigen Genuss von Grüntee gar nicht genug schätzen. Als einer der wenigen Ausnahmen kann grüner Tee mehrmals aufgegossen werden. Warum diese Sorte als Wundermittel gehandelt wird, verrät der WDR im Faktencheck der Sendung Quarks:

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Bitte beachten Sie, dass es noch viele weitere Kräuter mit ähnlichen Wirkungsweisen gibt, die das Fasten gut unterstützen. Mit welchen Teesorten Sie sich Ihre Fastenkur verfeinern hängt einerseits von Ihrem Geschmack und andererseits von den Wirkungsweisen, die Sie gerne nutzen möchten, ab.

Hier eine mögliche Vorgehensweise:

  1. Am Morgen können Sie einen anregenden Tee wie beispielsweise Brennnessel- oder Ingwer-Tee zubereiten.
  2. Mittags, während Sie den Leberwickel machen, trinken Sie einen Tee zur Leberunterstützung, wie Schafgarbe oder Löwenzahn.
  3. Abends beruhigen Sie sich mit Kamillentee.
  4. Zwischendurch unterstützen Sie Ihr Immunsystem mit einer genussvollen Tasse Rooibos- oder Lapacho-Tee.

Infografik - Wann ist welcher Tee beim Heilfasten erlaubt

Wenn Ihnen das alles zu viel Aufwand ist, können Sie alternativ eine fertige Fastenteemischung kaufen, welche ebenfalls auf die Bedürfnisse Ihres fastenden Körpers abgestimmt ist.

Tipps zur Zubereitung von Tee

Um hochwertigen Tee zubereiten zu können, muss zunächst ein kritischer Blick auf die Produkte im Handel geworfen werden. Beim Kauf sollten Sie auf Bio-Qualität Wert legen, da ein Bio-Tee viel strengeren Schadstoff-Kontrollen unterliegt als konventioneller Tee. Zusätzlich bescheinigt Apothekenqualität, dass die Kräuter auch eine gewisse Wirkstoffmenge enthalten. Vor allem bei Teebeuteln ist Bio-Qualität

Wie bereite ich den Tee richtig zu?

  • Verwenden Sie für jeden Aufguss frisches Wasser! Abgestandene Flüssigkeit schmälert das Ergebnis.
  • Weiches (entkalktes) Wasser verwenden – hier gibt es erstaunliche Geschmacksunterschiede! Entsprechende Filter sind in vielen Supermärkten oder online erhältlich.
  • Nicht zu viel Teekraut verwenden, denn zu starker Tee schmeckt meist bitter. Ein Beutel bzw. 2 Teelöffel loses Kraut pro 250 ml genügen.
  • Ob Teebeutel oder loses Kraut, ist Geschmackssache – beides hat seine Vorzüge (siehe unten).
  • Wie lange Tee ziehen muss, hängt von der Sorte und davon ab, wie stark Sie ihn trinken möchten. Je länger Tee Zeit hat, desto intensiver schmeckt er. Manche Kräuter, wie z.B. Brennnessel sollten eine gewisse Ziehzeit jedoch nicht überschreiten, da sonst unerwünschte Stoffe gelöst werden. Grüner Tee sollte maximal drei Minuten, Kräutertee teilweise bis zu 15 Minuten ziehen. Lesen Sie die Aufgussanleitung sorgsam!
  • Auch die Wassertemperatur muss abgestimmt werden. Grüner Tee ist empfindlich und verlangt nach höchstens 80 Grad heißem Wasser. Wird er mit Kochwasser übergossen, schmeckt er bitter. Japanische Sorten sind noch sensibler. Hier muss die Hitze auf 60 °C beschränkt werden.

Teebeutel oder loser Tee?

Grundsätzlich sind Teebeutel beliebter als loser Tee. Rund 80% aller Tees werden hierzulande in Beutel verkauft. Das hat sicherlich mit der schnellen und praktischen Zubereitung zu tun, was wohl der Hauptvorteil von Teebeutel ist. Durch die starke Zerkleinerung des Krauts kann Beuteltee sein Aroma und seine Wirkstoffe in heißem Wasser schneller abgeben als loser Tee. Bei Beuteltee ist es allerdings sehr wichtig, auf Apothekenqualität zu achten, denn das gewährleistet gleiche Güte wie bei losem Tee.

Losen Tee zuzubereiten ist etwas aufwendiger, als einfach einen Beutel in eine Tasse zu geben und mit heißem Wasser zu übergießen. Man benötigt für die Zubereitung etwas mehr Zeit, außerdem ein Teesieb und eventuell eine Teekanne. Der Vorteil von losem Tee ist, dass man verschiedene Kräuter nach Belieben zusammenmischen kann, natürlich auch selbst gesammelte. Echte Teeliebhaber schwören eher auf losen Tee. Auf dieser Seite findest du einen umfangreichen Vergleich zu den verschiedenen verfügbaren Teemaschinen.

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Für jene Menschen, die selbständig eine Darmsanierung durchführen wollen, habe ich einen Leitfaden zusammengestellt, in dem ich beschreibe, wie Sie die problematischen Beschwerden loswerden können. Sie finden darin auch Tipps, wie Sie in weiterer Folge, Ihren Darm gesund halten und die Darmflora pflegen können.

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Quellenangaben

Bildquellen

  • Tee Zubereitung in der Fastenzeit: Subbotina Anna | Shutterstock.com

Mag. Sandra M. Exl arbeitet als Redakteurin im Team von Lanaprinzip Publishing e.U. und schreibt über die Themen Heilfasten, Ernährung und gesunde Rezepte. Mit über 20 Jahren Fastenerfahrung und vielen beliebten YouTube-Videos über das Heilfasten ist sie im deutschsprachigen Raum eine der bekanntesten Fastenexpertinnen.

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