Grundlagen einer Fastenkur - eine schlanke Frau

Was ist Heilfasten? Grundlagen einer Fastenkur

In Durchführung einer Fastenkur, Fasten & Gesundheit by Sandra M. Exl1 Comment

Fasten ist Verzicht auf feste Nahrung und auf Genussmittel – freiwillig und für eine bestimmte Zeit. Heilfasten ist eine Form des nicht religiös motivierten Fastens und dient der „Entschlackung“ oder Regenerierung des Körpers. Oft ist damit auch der Wunsch nach einer „seelischen Reinigung“ verbunden. In diesem Portal werden die Begriffe „Fasten“ und „Heilfasten“ synonym verwendet.

Im Folgenden bekommen Sie einen guten Eindruck davon, was auf Sie zukommt, wenn Sie sich für eine Fastenkur entscheiden.

Die 10 Gebote des Heilfastens

Anleitung zu einer erfolgreichen Fastenkur

1. Gesundheitlicher Check Up. Eine ärztliche Überprüfung Ihres allgemeinen Gesundheitszustandes vor Fastenbeginn ist ratsam. Wenn Sie eine Krankheit haben, sollten Sie nur unter ärztlicher Beobachtung, etwa in einer Fastenklinik, fasten. Auf das Fasten verzichten, sollten Menschen mit Essstörungen wie Magersucht und Bulimie, Herzkranke oder aber schwer Leber- und Nierenkranke (siehe Kontraindikationen des Fastens)

Eine hübsche Frau, die beim Heilfasten Wasser trinkt2. Nichts essen, aber viel trinken. Fasten ist Verzicht auf feste Nahrung und auf Genussmittel – freiwillig und für eine begrenzte Zeit. Beim Heilfasten nehmen Sie nur Flüssiges zu sich. Gemüsebrühen, Obst- und Gemüsesäfte, Tees und Wasser. Der Organismus braucht während der Fastenkur mehr Flüssigkeit als sonst, um die gespeicherten Gifte und Abbauprodukte ausschwemmen zu können.

3. Entleerung und Ausscheidung. Eine Fastenkur startet mit mindestens einem Entlastungstag und der darauffolgenden Darmentleerung, für die es unterschiedliche Möglichkeiten gibt. Auch während des Fastens ist es unbedingt notwendig, die Ausscheidungsorgane zu unterstützen. Zu diesen gehören Darm, Leber, Haut, Schleimhäute, Lunge und Nieren. Vor allem Einläufe zur weiteren Darmreinigung sowie Leberwickel sind ausgesprochen wichtig.

4. Verzichten Sie auf alles Unnötige. Lassen Sie während der Fastenkur alles weg, was Ihren Körper belastet: Alkohol, Koffein und Nikotin sowie Entwässerungsmittel, Schlafmittel u. ä. Lassen sie aber auch Dinge weg, die Ihren Geist zu sehr ablenken: Radio, Fernsehen, Zeitschriften und Zeitungen.

5. Sich von Beruf und Alltag lösen. Fasten ist ein ganzheitliches Geschehen, das Körper, Geist und Seele gleichermaßen erfasst. Während des Fastens sollten Sie aus Beruf und Alltag heraustreten, um sich ganz auf die Begegnung mit sich selbst einlassen zu können. Wenn Sie dies beherzigen, haben Sie eine gute Chance, Lebensgewohnheiten, derer Sie überdrüssig sind, mit Hilfe des Fastens tatsächlich zu ändern.

6. Ruhe geben – Stille finden. Schaffen Sie sich während des Tages ganz besondere Rückzugsrituale. Bereiten Sie sich einen schönen Platz zum Meditieren, zünden Sie Kerzen an, eine Duftlampe mit ätherischen Ölen oder Räucherstäbchen – was immer Sie mögen. Machen Sie schöne Musik, lassen Sie sich ein Wohlfühlbad ein und genießen Sie die Ruhe, die in Ihr System Einzug hält.

Bewegung beim Heilfasten - eine Frau7. Bewegung. Durch Bewegung unterstützen Sie Ihren Körper beim schnelleren Abtransport von Giften und Abbauprodukten, der Stoffwechsel kommt in Schwung, der Lymphfluss wird beschleunigt und die mobilisierten Gifte verlassen somit schneller den Körper. Zusätzlich wird durch die tägliche Bewegung der fastenbedingte Abbau von Muskelmasse verhindert und auch der Grundumsatz sinkt nicht so stark. Jede Art der Bewegung, die Freude macht, ist erwünscht. Sehr beliebt während des Fastens sind: Spaziergänge, Wanderungen, Radtouren, Yoga, Tai Chi, Qi Gong. Bewegung ist ein Grundpfeiler einer jeden Fastenkur!

8. Natur. Verbringen Sie während des Fastens viel Zeit in der Natur. Einerseits sorgt die frische Luft für eine ausreichende Sauerstoffversorgung aller Zellen und macht Sie munter. Andererseits hat die Natur unterstützende und heilende Wirkung auf seelische Prozesse, die durch das Fasten ausgelöst werden können.

Auch interessant:  Rezepte für die Aufbautage

9. Lassen Sie sich verwöhnen. Während des Fastens sind Sie sehr empfänglich für alles Wohltuende. Egal, ob eine Ganzkörper- oder Fußreflexzonenmassage, Lymphdrainage, Schlammpackung oder Shiatsubehandlung, jede Wohlfühl-Behandlung wirkt in dieser Zeit doppelt gut – entspannt die Seele, stimuliert einzelne Organsysteme und unterstützt den Körper beim Entgiften. Auch Saunabesuche sind beim Fasten sehr zu empfehlen, einerseits dient das vermehrte Schwitzen der Entgiftung über die Haut und andererseits tut die Wärme einfach gut, da man während der Fastenkur meist sehr rasch ins Frösteln gerät.

10. Aufbauzeit. Nach dem Heilfasten sollte man sehr behutsam wieder mit dem Essen beginnen. Der Verdauungstrakt muss sich erst wieder an feste Nahrung gewöhnen - Ihre Darmflora hat sich gerade erholt und saniert, gönnen Sie ihr einen sanften Start mit einer mehrtägigen Aufbauzeit. Leicht verdauliche Nahrungsmittel sind beispielweise Kartoffeln und Äpfel, schwer verdauliche sind Kohl, Bohnen und Fleisch.

Tipp: Ich persönlich mache nach dem Fastenbrechen sehr gerne mit pürierten Gemüsesuppen und Smoothies meine ersten Aufbautage. Ich habe hierzu einige Videos aufgezeichnet, die Ihnen vielleicht ein angenehmes Nachkochen bzw. Zubereiten ermöglichen. Hier geht es zur Kürbis-Pastinaken-SuppeSmoothie-Playlist und zur Heilfasten Playlist.

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Meine Literaturempfehlung zum Thema Fastenkuren und Heilfasten

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Sandra M. Exl

Gründerin bei Two Wings
Sandra M. Exl ("Lana") ist freie Journalistin, Biologin und Fastenbegleiterin. Sie schreibt über die Vorzüge des Heilfastens, Gesundheitsthemen und besucht gerne interessante Menschen und Orte. Außerdem bloggt Sandra auf https://lanalifestyle.com über vegetarische & weizenfreie Rezepte und ihr Leben.

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  1. Pingback: Fasten für ein neues Lebensgefühl - Gesund durch Heilfasten

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